Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Mittagsjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Begegnung mit dem Bösen". Brigitte Schwens-Harrant, Literaturkritikerin, Buchautorin und Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche", anlässlich des 100. Geburtstages von Patricia Highsmith Alfred Hitchcocks Verfilmung ihres Romans "Strangers on a Train" machte die am 19. Jänner 1921 in Fort Worth, Texas, geborene Autorin Patricia Highsmith berühmt. Sie schrieb Romane und Erzählungen, die in den Abgrund der menschlichen Seele führen. Mit besonderer literarischer Raffinesse nehmen ihre Texte den Lesenden die Sicherheit, dem Bösen selbst jederzeit ausweichen oder widerstehen zu können. Manchmal kommt das Böse freundlich verkleidet daher, es ist sympathisch und irgendwie auch bekannt und vertraut. Menschen fallen plötzlich aus dem geordneten Leben und selbst, wenn sie versuchen, Schreckliches zu verhindern, tun sie es oft nicht entschlossen genug. Erzählend stellt Patricia Highsmith radikal moralische Gewissheiten in Frage.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Nicole Brunner. Musikalische Hausapotheke Mittlere und kleinere gesundheitliche Katastrophen lassen sich meist mit Mitteln aus der hauseigenen Apotheke lösen. Zur Unterstützung gibt es diesmal einen musikalischen Besuch in New York von Leonard Bernstein, ein geschwungenes Tanzbein zu Faschingsmusik von Robert Schumann und festliche Bläsermusik von Wolfgang Amadeus Mozart.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Paläontologe und Seeigel-Spezialist Andreas Kroh spricht über "WoRMS", das Weltweite Register der Meereslebewesen. Teil 2: Eine Schnecke, viele Bezeichnungen Gestaltung: Julia Grillmayr In WoRMS sind durchaus einige Würmer vertreten, aber die Datenbank geht weit über diese Tiergruppe hinaus. Die Abkürzung steht für "World Register of Marine Species". Hier sollen also möglichst alle Meereslebewesen verzeichnet werden, wobei nicht nur ihr aktueller wissenschaftlicher Name und - wenn das möglich ist - Fotografien der Organismen eingetragen sind, sondern auch Informationen zu ihrem Habitat, ihrer Anatomie, ihrem Verhalten und ihren Lebenszyklen. Das macht es Forscher/innen, aber auch interessierten Laien möglich, die allgemeinen und frei zugänglichen Daten von WoRMS neu zu verknüpfen, um bestimmte Fragestellungen zu beantworten: etwa welche Organismen besonders unter der zunehmenden Versauerung der Meere leiden, weil ihr Skelett oder ihre Schale aus einem anfälligen Material aufgebaut ist. Auch ist es so möglich, die Artenvielfalt bestimmter Gebiete aufzuzeigen - um wissenschaftliche Karten zu zeichnen, aber auch, um sich auf einen Tauch-Urlaub vorzubereiten. Was WoRMS auch verzeichnet, sind alle veralteten und volkstümlichen Namen, unter denen eine Tierart bekannt ist. Das sind oft mehrere Dutzend, in extremen Fällen bis zu hundert verschiedene Namen für eine Art. Das kam zustande, da weltweit zahlreiche Wissenschafter/innen gleichzeitig Arten entdecken und benennen, diese Entdeckungen aber nicht bzw. erst in jüngster Zeit, durch das Internet, in Echtzeit bekannt machen können. Außerdem gibt es das Phänomen, dass eine Art zahlreiche unterschiedliche Artbeschreibungen hat, weil Wissenschafter/innen früherer Jahrhunderte Arten allein anhand eines einzelnen Körperteils beschrieben haben. So kam es vor, dass anhand der Flosse eines Wals eine neue Art beschrieben wurde und anhand des Zahns desselben Wals eine andere Art. In anderen Fällen, besonders etwa bei einigen Meeresschnecken, sind die individuellen Tiere einer Spezies so vielgestaltig, dass es naheliegt, dass sie als verschiedene Arten aufgefasst wurden, die man heute - mittels moderner Genetik - aber unter einen Artbegriff zusammenfasst. Dieses Verzeichnen und Verknüpfen abertausender, teils redundanter Namen scheint nur auf den ersten Blick wie eine akademische Spielerei. Die Listen, die WoRMS bereitstellt, haben ganz praktische Anwendungen - etwa für den Zoll. Mit Meereslebewesen wird unglaublich viel Handel betrieben. Das Exportieren von bedrohten Tierarten, die offiziell unter Schutz gestellt sind, ist dabei oftmals durch "Namenverwirrung" getarnt. Es gibt nur wenige Spezialist/innen, um gewisse Weichtiere oder Muscheln zu identifizieren und den Überblick über die verschiedenen Namen zu behalten. Die Einträge in WoRMS, die möglichst alle kursierenden Namen einer Art verknüpfen, geben den Zollbeamt/innen Werkzeuge an die Hand, um Tierarten, die auf bedrohten Listen stehen, zu identifizieren. WoRMS weckt also Interesse an unterschiedlichen Lebensräumen der Meere und ihrer großen Artenvielfalt und trägt zum Schutz und der Erforschung dieser Biodiversität bei. Um das noch sichtbarer zu machen und die Vernetzung der Forschung voranzutreiben, wird sich die Initiative auch um ein "endorsement" der Vereinten Nationen bemühen: eine offizielle Anerkennung von WoRMS im Zuge der UN-Dekade der Ozeane und Ozeanforschung.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Patient Meer

Der röchelnde Atem der Erde (2). Gestaltung: Ilse Huber Erst das Jahr 2021 muss kommen, damit der Wert, die Bedeutung und die Gefährdung der Ozeane in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken. Die Vereinten Nationen rufen mit dem ersten Jänner dieses Jahres das Jahrzehnt der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung aus. Endlich möchte man fast sagen, nach all dem, was die Menschheit dem Meer bis jetzt angetan hat: Überfischung, Vergiftung, Versauerung, Lebensraum-Vernichtung, Kloake, Abbaugebiet. Insgesamt sind 71 Prozent der Erdoberfläche von Meeren bedeckt, wobei man im allgemeinen Sprachgebrauch nicht von den 7 Weltmeeren spricht, sondern nur von drei Ozeanen: Atlantischer Ozean, Indischer Ozean und Pazifischer Ozean. Sie sind gigantische Klimaschützer und speichern sehr viel Kohlendioxid. Damit fungieren die Ozeane als Klimapuffer, die den Temperaturanstieg in der Atmosphäre mäßigen. Allerdings wie lange noch und mit welchen Auswirkungen? Das Eis am Nordpol war im September 2020 auf die zweitkleinste Sommerfläche seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 geschrumpft. Weniger Eis bedeutet weniger Weiß. Und damit weniger reflektiertes Sonnenlicht. Je dunkler die Oberfläche, desto höher die Temperatur, weil die Oberfläche die Wärme aufnimmt. Ein Kriterium, das den Klimahaushalt beeinflusst. Mit steigenden Temperaturen in der Luft erwärmt sich das Wasser und erhöht sich der Kohlendioxidgehalt. Das führt zur Versauerung des Wassers. Was bedeutet das für die marine Lebewelt? Wärmere Zeiten rufen auch stürmischere Zeiten hervor. Mehr Energie - mehr Wirbelstürme. Und unter Wasser bewegen sich die Kontinentalplatten. Die Folge? Seebeben und Tsunamis. Der blaue Planet könnte sein blaues Wunder erleben. Dann nämlich, wenn seine Schätze gehoben und rücksichtslos nach Erdöl, Erdgas, Mangan, Salz und Seltenen Erden gesucht wird. Auf seiner Oberfläche bringt sich die Schifffahrt in Stellung. Eisfreie Passagen bedeuten immer weniger Tabuzonen auf dem Globus. Die Arktis als neue Handelsroute- von vielen ein Hoffnungsgebiet. Es gibt also Begehrlichkeiten ohne Ende. Geht dem Meer bald die Luft aus? Die Ozeane - der röchelnde Atem der Erde nennt Ilse Huber ihre Serie.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Wissen für alle

Wie Wikipedia, Projekt Gutenberg und Sci-Hub die Welt verändern (2). Gestaltung: Anna Masoner, Stefan Niederwieser Eine nette Idee, aber zu verrückt, um jemals zu funktionieren. Das dachten 2001 wohl viele über das waghalsige Vorhaben des Philosophen Larry Sanger und des Unternehmers Jimmy Wales. Die beiden planten nichts weniger als eine Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben kann. Und sie sollte es qualitativ mit dem Lexikon Goldstandard der Branche aufnehmen können: der altehrwürdigen Encyclopedia Britannica. Was viele nicht für möglich gehalten haben, wurde Realität. Heute kann man Wikipedia wohl als bislang größte Kollaboration in der Menschheitsgeschichte bezeichnen. Wikipedia gehört zu den populärsten Webseiten und ist eine riesige Wissensschatzkiste. Und was einmal als Ort galt, an dem sich Editoren bittere Schlachten über ihre Weltbilder austragen, ist ein Zufluchtsort der Vernunft und Ruhe geworden, wenn man sie mit Facebook oder Twitter vergleicht. Große US-Konzerne bemühen sich aber auch, Wissensschätze der Menschheit zu sichern. So sind im Bestand von Google Books derzeit über 40 Millionen Bücher. Dagegen nimmt sich das deutsche Projekt Gutenberg mit etwas über 50.000 Einträgen fast winzig aus. Die Österreichische Nationalbibliothek kooperiert mit Google. Einige hunderttausend Bücher aus der ÖNB soll man bald von der ganzen Welt aus lesen können. Akademische Schattenbibliotheken wie Sci-Hub sind dagegen seit Jahren mit Verlagen im Clinch, weil sie urheberrechtlich geschützte Inhalte frei zur Verfügung stellen. Was zählt mehr: eine offene, freie Wissenschaft oder der Schutz von Urheberrechten? Wer aber betreut diese Archive? Wer macht die Arbeit? Und mit welcher Motivation? Stefan Niederwieser und Anna Masoner beschäftigen sich mit den Herausforderungen, vor denen Wikipedia aber auch andere Wissen-Sammelstellen im Netz heute stehen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Tieftöner

Die Geschichte des elektrischen Basses (2). Gestaltung: Klaus Wienerroither Der elektrische Bass hat entscheidend zur musikalischen Evolution beigetragen. Heavy Metal, Funk und auch Reggae wären ohne den E-Bass schwerlich entstanden. Mit der steigenden Popularität der elektrischen Gitarre ist der in den damaligen Bands verwendete Kontrabass zu leise. Zuerst werden diese Bässe mit einem Tonabnehmer aufgerüstet. Vorläufer des elektrischen Basses werden bereits in den 1930-er Jahren hergestellt. Der erste E-Bass, der in Serie produziert wird, ist der Fender Precision Bass, welcher 1951 in die Läden kommt. Ein Vorteil neben seiner Handlichkeit ist, dass nun auch alle Gitarristen sofort Bass spielen können, weil die ersten E-Bässe entsprechend den E-Gitarren Bünde haben. Eine der ersten Aufnahmen mit elektrischem Bass stammt aus dem Jazz. Monk Montgomery spielt 1953 E-Bass auf einer Aufnahme des Art Farmer Septetts. Als erste Rock´n Roll Aufnahme mit einem elektrischen Tieftöner gilt der "Jailhouse Rock" von Elvis Presley aus dem Jahr 1957. Der britische Rockmusiker John Entwistle erregt 1965 mit seiner außergewöhnlichen Spieltechnik und seinem Solo auf "Talking bout my generation" von seiner Band "The Who" Aufmerksamkeit. James Jamerson, der seine Karriere als Jazz Kontrabassist gestartet hat, ist in den 1960er Jahren der Haus- und Hofbassist des legendären Motown Labels. Seine innovativen E-Basslinien sind auf hunderten von Soul- und Rhythm Blues-Aufnahmen zu hören. Larry Graham, Bassist bei "Sly and the family stone", gilt als der erste E-Bassist, der die sogenannte Slap-Technik angewendet hat. Hier werden die Saiten mit dem rechten Daumen angeschlagen und mit dem Zeigefinger angerissen. Das 1976 veröffentlichte, selbstbetitelte Debüt-Album des US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hat ohne Zweifel die Rolle des E-Basses im Jazz neu definiert. Dem damals 24-jährigen Musiker gelingt hier die Emanzipation des oft auf seine bloße Begleitfunktion reduzierten Instruments als vollwertige Solostimme.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane. Die Sopranistin Luba Orgonasova. Ausschnitte aus Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Vincenzo Bellini, Giacomo Puccini u.a. Die aus Bratislava stammende Sopranistin Luba Orgonasova war über viele Jahre besonders als Konzertsängerin und Interpretin geistlicher Werke gefragt. Lange Zeit zählte sie zu den bevorzugten Künstlerinnen von Nikolaus Harnoncourt, der ihre reine Stimme vor allem in Werken Franz Schuberts zum Einsatz führte. So hat sie unter seiner Leitung etwa die weibliche Titelrolle in Schuberts selten aufgeführter Oper "Alfonso und Estrella" gestaltet. John Eliot Gardiner hat ihre Kunst als Mozart-Interpretin geschätzt, und auch im italienischen Fach hat sie (beispielsweise als Amina in Bellinis "La Sonnambula") bravouröse Rollenporträts kreiert. Die Auswahl ihrer Partien hat sie stets mit Bedacht getroffen und doch war sie eine vielseitige Sängerin, deren Repertoire vom Barock bis zur Moderne reichte. Aus der damaligen UdSSR hat sie ihr Weg zunächst nach Deutschland und später nach Zürich geführt, von wo sie sich bald zu einer weltweit gefragten Sängerin entwickelt hat, deren Kunst besonders durch ihre Präsenz am Tonträgermarkt internationale Aufmerksamkeit erregte. Am 22. Jänner feiert Luba Orgonasova ihren 60. Geburtstag.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Die Königin" von Drago Jancar. Aus dem Slowenischen von Janko Ferk. Es liest Angelica Ladurner Sie wird Königin genannt - von den Schnapsbrüdern und den gestrandeten Existenzen, denen sie dient. Ihr Weg ist ein einsamer. Als Königin wohnt sie in einem Gedankenland, das aus Erinnerungen besteht. Drago Jancar, 1948 in Maribor geboren, gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller Sloweniens. Er verfasste mehrere Romane, Erzählungen, Dramen und Essays. 2020 wurde er mit dem Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschien Jancars Roman "Wenn die Liebe ruht". Seine Erzählung "Die Königin" ist der Anthologie "Anleitungen zum Schreien" entnommen. Gestaltung: Martin Sailer Präsentation: Antonia Löffler

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Otto Schenk liest Lieblingsgedichte Gestaltung: Stephan Pokorny Für die Ö1-Sendereihe "Du holde Kunst" hat Publikumsliebling Otto Schenk Gedichte ausgewählt, sie interpretiert und mit Musikstücken seiner Wahl eine einmalige Zusammenstellung geschaffen. Um diese Radioperle nochmals hörbar zu machen, wurde sie in der Edition Ö1 als CD und im Download verfügbar gemacht. "Lyrik ist ein falscher Ausdruck, man müsste es Sagung nennen. Es gibt leider kein wirkliches Wort dafür: Worte umschreiben, aber finden nie den richtigen Weg. Den richtigen Weg findet ein Gedicht. Ein großes Gedicht sagt etwas so, wie's nicht anders sein kann, wie man's nicht anders sagen kann. Das glaubt man bei jedem guten Gedicht, und danach suche ich die Gedichte aus", so Otto Schenk in einem Interview, das Kurt Reissnegger im Mai 2016 führte. 1. Bach: Toccata für Orgel in d-Moll BWV 565 2. Brecht: Lasst euch nicht verführen! 3. Schubert: Moment musical für Klavier Nr. 5 4. Rilke: Aus dem Stundenbuch 5. Haydn: Klaviertrio in g-Moll Hob. XV/1, 3. Satz 6. Goethe: Prometheus 7. Wagner: Götterdämmerung, 3. Akt, 2. Teil, Orchesterzwischenspiel (Ausschnitt) 8. Hölderlin: An die Parzen 9. Haydn: Streichquartett in d-Moll Hob. III/76, 4. Satz 10. Brecht: Legende von der Entstehung des Buches Taoteking 11. Schubert: Klavierquintett in A-Dur D 667, 3. Satz, Forellenquintett 12. Kästner: Hamlets Geist 13. J. Strauß: Pizzicato Polka op. 25 14. Morgenstern: Seufzer 15. Morgenstern: Der Hecht 16. J. Strauß: Eljen a Magyar op. 332

11.30 Uhr
Des Cis

mit Katharina Hirschmann. Das Jerusalem Quartet zeigt in seiner Einspielung der Streichquartette von Bartók viel Sinn für Präzision Die Streichquartette von Béla Bartók spiegeln in ihrer musikalischen Entwicklung jene des Komponisten selbst wider. Während die ersten zwei noch von der deutschen Spätromantik inspiriert und autobiographischer Natur sind (er hat das erste für die Violinistin Stefi Geyer komponiert, die ihn allerdings abwies, und bezieht sich auch im zweiten noch darauf), löst er sich in Folge immer mehr von den Einflüssen deutscher Komponisten dieser Zeit. Die ungarische Folklore manifestiert sich mehr und mehr in seinem Schaffen und führt schließlich zu seinem unverkennbaren Stil. Das Jerusalem Quartet wurde 1996 gegründet und hat bereits zahlreiche CDs bei Harmonia mundi veröffentlicht. Die Einspielung der Streichquartette 1, 3 und 5 (zwei Jahre nach den Streichquartetten 2, 4 6) besticht durch Präzision und Klarheit und vervollständigt diesen Zyklus, für den man jedenfalls einen Platz im Regal freischaufeln sollte.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Karl-Heinz Schütz, Flöte; Maria Prinz, Klavier. Johannes Brahms (Bearbeitungen für Flöte und Klavier von Karl-Heinz Schütz): a) Sonate für Klarinette und Klavier f-Moll op. 120/1; b) Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 120/2; c) Ausgewählte Lieder (aufgenommen am 3. Juli 2020 im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien). Präsentation: Elke Tschaikner

15.30 Uhr
Moment

Der Mensch ist kein Krake. Leben und arbeiten im Multitasking-Modus Telefonieren während des Autofahrens, E-Mails beantworten während der Videokonferenz, parallel Fernsehen und Chatten - beim Multitasking stoßen wir bald an unsere Grenzen. Denn laut Hirnforschung kann der Mensch nicht bewusst mehrere Dinge gleichzeitig tun. Trotzdem wird es von uns erwartet und manch einer oder eine rühmt sich sogar besonders gut im Multitasking zu sein. In Zeiten des Homeoffice und der permanenten Erreichbarkeit ist die Mehrfachbelastung groß. Eine Alleinerzieherin, ein Neurobiologe und ein Notfallmediziner über das Phänomen Multitasking und seine Folgen. Nach der Sendung bitten wir um Ihre Meinung: In welchen Situationen tun Sie mehrere Dinge gleichzeitig? Wie bringen Sie in Corona-Zeiten Home-Office, Erziehung und Haushalt unter einen Hut? Lassen Sie sich leicht ablenken, wie vermeiden Sie Unterbrechungen? Eine Stunde sind wir nach der Sendung für Sie erreichbar. Anrufe erbeten 0800 22 69 79, Emails an moment@orf.at. Ausschnitte der Reaktionen hören Sie am Mittwoch in "Moment-Echo". Gestaltung: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Von der Faszination Eislaufen Rudi behält die Füße der Zweibeiner fest im Blick: die Schlittschuhe mit den scharfen Kufen sind eine Gefahr für seine Pfoten. Der Radiohund steht am Rande eines Eislaufplatzes. Von den herum flitzenden und gleitenden Kindern will er wissen, ob sie auf dem Eis lieber fangen spielen oder Pirouetten drehen und ob sie schon einmal gestürzt sind. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Bevor wir verschwinden" - Ein Besuch beim Oberarzt und Autor David Fuchs auf der Krebsstation. Feature von Claudia Gschweitl Der 1981 in Linz geborene David Fuchs ist Arzt, er arbeitet als Onkologe und Palliativmediziner. "Bevor wir verschwinden" ist sein erster Roman, eine sensible Liebesgeschichte unter ungewöhnlichen Umständen: Benjamin ist angehender Arzt und absolviert ein Praktikum auf der Krebsstation. Dort trifft er ausgerechnet auf seine Jugendliebe Ambros, der als Patient behandelt wird. Seine Prognose ist schlecht, sein Körper voller Metastasen. Behutsam beginnen die beiden sich inmitten des Krankenhausalltags wieder aneinander anzunähern. David Fuchs erzählt die Geschichte ihrer Wiederbegegnung im Angesicht des Todes mit trockenem Humor und ohne Rührseligkeit, dafür mit feinem Sinn für das Verschrobene im Zwischenmenschlichen und berührt damit umso mehr. Oder wie es Benjamin ausdrücken würde: "Schon arg, wenn man so jung sterben muss. Das muss man mal aushalten als Betroffener". Noch vor Erscheinen des Romans bekam David Fuchs für einen Auszug daraus im Jahr 2016 den FM4-Wortlaut-Preis zugesprochen. Zwei Jahre später war der Autor mit seinem Debüt für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Für seinen Gedichtzyklus "handbuch der pflanzenkrankheiten" wurde er mit dem Feldkircher Lyrikpreis 2018 ausgezeichnet.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Nobody's fool. Dolly Parton, die "Leading Lady of Country", ist 75 und vieles mehr Sie hat hundert Millionen Schallplatten verkauft, mehr als jede andere Country-Musikerin, mehr Nummer-eins-Hits platziert und mehr Songs geschrieben als etliche andere zusammen: dreitausend, schätzt sie selbst. Am 19. Jänner 1946 wird sie geboren - als viertes von zwölf Kindern in einem Holzhaus in den Smoky Mountains von Tennessee. Im Winter dringt Schnee durch die Ritzen und es ist so kalt (und eng), dass die Kinder zu dritt und viert in einem Bett schlafen müssen. Um kein Geld der Welt würde sie die Erinnerung an damals vermissen wollen - und um kein Geld würde sie die Zeit noch einmal durchmachen, resümiert sie in ihrem Song mit bezeichnendem Titel: "In the Good Old Days (When Times Were Bad)". Authentischer kann eine Karriere in der Country-Musik nicht beginnen - und auch nicht steiler: Mit zehn singt Dolly Parton im Radio, mit 13 nimmt sie ihre erste Single auf und tritt, präsentiert von Johnny Cash, in der Shows aller Shows auf, der berühmten Grand Ole Opry in Nashville. Sie etabliert sich mit entwaffnendem Charme und augenzwinkerndem Spaß an den Geschichten, die sie musikalisch erzählt, zunächst an der Seite des rund 20 Jahre älteren Sängers und TV-Entertainers Porter Wagoner, dann mit nicht enden wollender Serie eigener Top-Hits - seit ihrem Welterfolg "9 to 5" 1980 auch in den Pop-Charts und als Schauspielerin. Eine beeindruckende Stimme, eine ebenso beeindruckend aufgetürmte Frisur - oder auch beeindruckend lange Fingernägel, mit denen sie trotzdem Banjo spielen kann: Dolly Parton ist für ihr markantes Äußeres nicht weniger bekannt als für ihre musikalischen Qualitäten. Sie kommentiert es trocken: "It takes a lot of money to look this cheap." Dolly Parton gilt nicht nur als reichste Country-Musikerin - mit eigenem Plattenlabel und weiteren Unternehmen - sie setzt ihr Geld auch ein. Der Freizeitpark Dollywood im heimatlichen Tennessee gibt Tausenden Menschen Arbeit und dem bedrohten Weißkopfseeadler ein Refugium. Dolly Partons Imagination Library schenkt rund 850.000 Kindern jeden Monat ein Buch, 100 Millionen Bücher allein bis 2018 - in Erinnerung an ihren Vater, der nicht lesen lernte. Und während sich die Familie früher keinen Arzt leisten konnte, als die Mutter krank war, finanzierte Dolly Parton während der Pandemie 2020 die Entwicklung eines Impfstoffs mit. Es hat sich zweifellos bewahrheitet, was Dolly Parton 1966 auf ihrer ersten Hitsingle sang: "Just because I'm blonde don't think I'm dumb - cause this dumb blonde ain't nobody's fool."

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

60 Jahre österreichische UNO Einsätze mit: Erwin A. Schmidl, Historiker an der Landesverteidigungsakademie in Wien Gestaltung: Caroline und Andreas Wolf 1947 wurden erstmals Militärangehörige als Vermittler im Rahmen der "United Nations Special Committee on the Balkans" (UNSCOB) eingesetzt. Im darauffolgenden Jahr überwachte eine unbewaffnete Einheit den Waffenstillstand im Palästinenserkrieg. Bewaffnete Soldaten entsandte die UNO erstmals 1956 während der Suezkrise. Als 1960 die Kongokrise ausbrach beteiligte sich erstmals auch das österreichische Bundesheer an einer friedenssichernden Mission. Mit US-Transportflugzeugen wurde ein Feldspital in die ehemalige belgische Kolonie verlegt. Ein Jahr später engagierte sich das Bundesheer mit Friedenssoldaten in Zypern, 1967 entsandte man erstmals UN-Militärbeobachter in den Nahen Osten. Anfang der 1970er-Jahre wurden die Truppenstärken auf zwei Infanteriebataillone in Zypern und im Nahen Osten deutlich aufgestockt. Es folgten zahlreiche weitere österreichische Militär- und Polizeieinsätze im Ausland. Insgesamt dienten bisher über 100.000 österreichische Soldaten, Polizisten und zivile Experten bei über 100 internationalen Einsätzen. Dabei starben 52 Menschen. Bis heute zählt das Engagement im Rahmen von UNO Einsätzen zu wichtigen Eckpfeilern einer "aktiven Neutralitätspolitik".

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Was tun gegen Lebensmittelverschwendung? Gestaltung: Lise Abid Ungefähr 1 Million Tonnen Lebensmittel landen allein in Österreich jährlich im Müll, etwa die Hälfte davon wird von privaten Haushalten weggeworfen. Diese Schätzung kommt übereinstimmend von mehreren Organisationen, die daran arbeiten, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Global gesehen wird etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel zu Abfall, während Hunger und Armut seit 2020 wieder zunehmen. Die Corona-Krise hat ein Anwachsen des Lebensmittel-Abfallbergs bewirkt, und auch Umwelt und Klima werden durch die Produktion einerseits und die Entsorgung andererseits belastet. Die EU und die UNO streben eine Reduktion des Lebensmittelabfalls auf die Hälfte an - auch im Sinne der Klima-Ziele 2030. Einiges geschieht bereits, doch mengenmäßig sind die Auswirkungen bisher kaum spürbar.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Khat Die unbekannte Droge Von Benjamin Breitegger Khat ist die nach Marihuana meist sichergestellte Droge, österreichische Behörden beschlagnahmten im Vorjahr rund 272 Kilogramm. Dennoch haben hierzulande wenige je davon gehört. Ganz anders in Ostafrika, wo der Khatstrauch angebaut wird und viele die berauschenden Blätter kauen. Eine Volksdroge, die einem aber auch den Appetit oder den Schlaf rauben kann. In Österreich wird Khat innerhalb bestimmter Communitys konsumiert. Großbritannien klassifizierte Khat erst vor ein paar Jahren als Droge - gegen die ausdrückliche Empfehlung des Beirats für Drogenmissbrauch, Khat nicht zu verbieten. Was also hat es damit auf sich?

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

BBC National Orchestra of Wales, Dirigent: Alexander Vedernikov; Boris Giltburg, Klavier. Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 * Zugabe des Solisten: Franz Liszt: Etude de concert Nr. 2 f-Moll S.144/2, "La Leggierezza" * Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944, "Große-C-Dur-Symphonie" (aufgenommen am 11. April 2019 in der St David's Hall in Cardiff). Präsentation: Gerhard Hafner Der russische Dirigent Alexander Verdernikov verstarb im Oktober im Alter von 56 Jahren.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Konstantin Wecker Solo Gestaltung: Stephan Pokorny "Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen." Dies ist und bleibt der Wunsch des Liedermachers Konstantin Wecker. Sein Solo, das im April 2017 im Rahmen von "Kabarett direkt" aufgezeichnet wurde, beinhaltet neben musikalischen Klassikern wie "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist" und "Genug ist nicht genug" auch eine Reihe neuer Songs des bekennenden Pazifisten, Ausschnitte aus seinen Texten, gelesen vom Autor - und eine Premiere: "Willy", zum ersten Mal live Solo mit Klavier.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Patient Meer. Der röchelnde Atem der Erde (2). Gestaltung: Ilse Huber Wissen für alle. Wie Wikipedia, Projekt Gutenberg und Sci-Hub die Welt verändern (1): Gestaltung: Anna Masoner, Stefan Niederwieser Tieftöner. Die Geschichte des elektrischen Basses (1). Gestaltung: Klaus Wienerroither

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Zeitimpuls. Tiroler Tage für Neue Musik (2) Seit vier Jahren veranstaltet das Landesstudio Tirol gemeinsam mit auf zeitgenössische Musik spezialisierten Tiroler Ensembles das Festival Zeitimpuls - Tiroler Tage für Neue Musik. Ziel ist, durch eine Bündelung der Kräfte eine wahrnehmbare und anregende Plattform für Tiroler - und in Tirol lebende - Komponist/innen zu schaffen, mit einer inspirierenden Ausstrahlung auf die Kulturlandschaft Tirol. Vom 16. bis 18. Oktober 2020 fanden vier Konzerte mit zeitgenössischer Musik und vielen Uraufführungen in Innsbruck statt. Zwei davon - je ein Konzert mit dem Orchester Windkraft und dem Tiroler Ensemble für Neue Musik (TENM) - wurden im ORF Kulturhaus Tirol aufgenommen und als Live-Stream angeboten. Nun sind diese Konzerte auch in zwei "Zeit-Ton"-Sendungen zu hören. TENM brachte Kompositionen von Eduard Demetz, Marco Döttlinger, und Alexander Bauer zur Aufführung. Als Bindeglied der Konzerte von Windkraft und TENM fungierte die Tiroler Cellistin Barbara Riccabona mit Johannes Maria Stauds intensivem Werk "Donum (Segue II für Pierre Boulez)". Gestaltung: Patrizia Jilg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten