Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Punkt eins

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Zärtlichkeit und Schmerz". Cornlius Hell, Literaturkritiker und Übersetzer, über "die heilige Vergänglichkeit" menschlichen Lebens, anlässlich des 100. Geburtstages von Kurt Marti Gedicht und Gebet sind im Werk des Schweizer Schriftstellers und Theologen Kurt Marti (1921-2017) eng verbunden. Als Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirche hielt er viele Begräbnisgottesdienste, so entstand der Gedichtband "Leichenreden": keine fromme Poesie, sondern eine sprachkritische Auseinandersetzung mit religiösen Formeln. "Zärtlichkeit und Schmerz" heißt ein Band seiner Notate und Essays. Mit zärtlicher Genauigkeit nimmt Kurt Marti in seinen Büchern Menschen, Lebenssituationen und Landschaften in den Blick. Schmerz artikuliert der politisch bewusste Pfarrer und Poet angesichts von Ausgrenzung und Unterdrückung zugunsten der Interessen des Kapitals. Und immer wieder blickt der Dichter und Denker - und mit ihm in den "Gedanken für den Tag" der Literaturkritiker und Übersetzer Cornelius Hell - auf die "heilige Vergänglichkeit" menschlichen Lebens.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Albert Hosp. Zu Wolfgang Amadeus Mozarts 265.Geburtstag Mozart war ein Drittel seines Lebens unterwegs. Schon als Kind verbrachte er unzählige Stunden in der Reisekutsche. Wie lernte er da? Vor 265 Jahren wurde er geboren. Vor 260 begann er zu komponieren. Vor 250 Jahren hatte er an die 30 Werke zu Papier gebracht. "Der Abgeklärte, zehnjährig, dividiert ins Heft und gleichzeitig fliegt ihm eine Melodie zu. Er überlegt sich: Gibt es die schon, oder handelt es sich womöglich um eine Eigenkomposition?" (Michael Köhlmeier Monika Helfer: "Der Mensch ist verschieden - dreiunddreißig Charaktere")

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsökologe Thomas Zuna-Kratky nennt Strategien von Tieren, die kalte Jahreszeit zu überdauern. Teil 3: Mäuselöcher für Salamander und Erdkröte Gestaltung: Ilse Huber Wenn mit fallenden Temperaturen die Tiere sukzessive verschwinden, fragt man sich: Wohin haben sich Insekten, Amphibien, Reptilien und andere wechselwarme Tiere zurückgezogen? Die Strategien sind vielfältig, von alten Traditionen eines guten Überwinterungsplatzes bis hin zu Eiern und Larven, die tiefe Temperaturen leichter überstehen. Eine besondere Methode haben die Larven von Wespen und Milben entwickelt. Sie veranlassen Eichen oder auch Rosen dazu, eine Geschwulst zu bilden, in der der Nachwuchs in Ruhe wachsen kann. Von dieser sogenannten "Galle" profitieren die Larven - sie können sich darin bequem und frostsicher einquartieren. Manchmal entstehen eine richtige "Wohngemeinschaft", in der sich Salamander mit Erdkröte und Maus versammeln. Fels- und Mauerbewohner wie etwa Smaragdeidechse und Schlangenarten suchen nicht nur Natursteinritzen auf, auch künstliche Bauwerke bilden eine winterliche Herberge. Während heimische Tiere wissen, was für sie das Beste ist, um sich vor Frost und Kälte zu schützen, reizen die steigenden Temperaturen auch so manche mediterrane Art, weiter nördlich zu wandern - wie etwa die braune Strandschrecke.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Schutzschild und Abwehr

Das menschliche Immunsystem (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Wie alle Lebewesen ist auch der Mensch ständig Gefahren von außen ausgesetzt. So manche Gefahren für Leib und Leben kann man abschätzen und vermeiden: Im Straßenverkehr ebenso wie im Alltag. Was wir allerdings nicht sehen: Krankheitserreger, die mikroskopisch klein in der Atmosphäre schweben und unseren Organismus in Gestalt von Viren, Bakterien und Pilzen bedrohen, aber auch in Form von Plasmodien und Parasiten. Sie können in den menschlichen Körper eindringen und so unserer Gesundheit den Kampf ansagen. Bereits der deutsche Mediziner Robert Koch prägte das Bild der Erreger als "feindliche Eindringlinge", die es zu bekämpfen galt. So wurden die Bestandteile des Blutes aus medizinischer Sicht nicht mehr nur nach ihrer Farbe oder Form klassifiziert, sondern anhand ihrer Rolle im Kampf gegen Krankheitserreger: Weiße Blutkörperchen wurden in Fress-, Helfer- und Killerzellen unterteilt - sie galten als "Truppen" unseres "Abwehrsystems". Gegen solche Angriffe von außen schützt das Immunsystem. Es besteht aus der angeborenen Immunantwort, einem in der Frühzeit des Menschen entwickelten Schutzschild, der so effektiv ist, dass er über Jahrtausende weitgehend unverändert geblieben ist, und der adaptiven Immunabwehr, einem hoch flexiblen, sich ständig verändernden und weiterentwickelnden Schutzsystem das sehr effektiv ist. Der Aufbau unseres Immunsystems ist sehr komplex und besteht aus zahlreichen Bestandteilen. Zu den Organen des Immunsystems zählen neben dem Blut das sogenannte lymphatische System mit den lymphatischen Organen. Außerdem bieten Haut und Schleimhäute einen wichtigen Schutz gegen Stoffe und Eindringlinge von außen. Wie kann man das Immunsystem stärken, wie funktionieren Impfungen und die Immunisierung nach überstandener Krankheit, und warum dauert es so lange, bis das menschliche Immunsystem auf neue Bedrohungen wie zum Beispiel das Corona Virus effizient reagiert?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Lust auf Literatur

Die Radiokolleg-Bücherbox zum Thema "Lesen" (3). Gestaltung: Julia Reuter Die "Bücherbox" ist ein neues Langzeit-Format des Radiokollegs, das sich mit bekannten literarischen Werken befasst - von Klassikern bis zeitgenössischen Romanen. Jede Folge ist einem bestimmten Buch gewidmet und gibt Einblick in die Handlung, die Entstehungs- sowie die Rezeptionsgeschichte. Dabei soll auch hinterfragt werden, ob und warum das jeweilige Buch als Weltliteratur gilt - ein Begriff, den Johann Wolfgang von Goethe geprägt hat. Die "Bücherbox" richtet sich sowohl an ein jüngeres Publikum als auch an all jene, die nicht in Literaturwissenschaften bewandert sind. Es geht darum, Berührungsängste abzubauen und (dem Titel entsprechend) Lust auf Literatur zu machen. *Staffel 1: "Über das Lesen"* Markus Zusak: "Die Bücherdiebin" (2006) [Australien] Umberto Eco: "Der Name der Rose" (1980) [Italien] Ray Bradbury: "Fahrenheit 451" (1953) [USA] Dai Sijie: "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" (2000) [Frankreich/China] In der ersten Staffel der "Bücherbox" stehen vier Romane im Mittelpunkt, in denen das Lesen von Büchern von zentraler Bedeutung ist. " ... ein Buch im Haus nebenan ist wie ein geladenes Gewehr. Vernichte es. Entlade die Waffe. Breche den menschlichen Geist", heißt es in Ray Bradburys Roman "Fahrenheit 451". Lesen ist in Bradburys Dystopie verboten, Bücher werden von Feuerwehrmännern aufgespürt und verbrannt, manchmal kommen dabei auch die Buchbesitzer ums Leben. Im Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco, dessen vorwiegender Schauplatz ein mittelalterliches Kloster zur Zeit der Inquisition ist, kann Lesen mitunter tödlich enden, nämlich das Lesen eines ganz bestimmten Buches, dessen Seiten vergiftet wurden, damit sein Inhalt nicht verbreitet wird. Verbotene Bücher spielen auch in Dai Sijies Roman "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" eine nicht unwesentliche Rolle. Es geht um zwei Jugendliche, die in einem chinesischen Bergdorf von Bauern umerzogen werden sollen und auf einen Koffer voll mit westlichen Büchern stoßen, die sie fasziniert zu lesen beginnen. Markus Zusak hat sich in seinem Roman "Die Bücherdiebin" ebenfalls mit der Faszination des Lesen sowie der Macht der Worte auseinandergesetzt. Aus der Sicht des Todes wird die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, das während des Zweiten Weltkrieges zu Pflegeeltern kommt, dort Lesen lernt, Bücherverbrennungen miterlebt und vom lodernden Haufen Bücher stiehlt.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (3). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser *DIVES* Seit 2015 macht das Trio DIVES gemeinsam Musik und hat im Sturm die österreichische als auch die europäische Musiklandschaft mit einer großen Portion elegantem Surfrock erobert. Tamara Leichtfried, Viktoria Kirner und Dora De Goederen haben sich auf dem Pink Noise Girls Rock Camp in Linz 2015 gefunden - ein Musikcamp für Mädchen und junge Frauen und ein Ort der Selbstermächtigung. Das Netzwerk "Girls Rock Camp Alliance" hat seinen Sitz in den USA und veranstaltet seit 20 Jahren jedes Jahr über 50 internationale Musikcamps für junge Frauen und Mädchen. 2019 haben DIVES ihr viel beachtetes Debütalbum "Teenage Years Are Over" veröffentlicht, waren für den FM4 Award bei den Amadeus Austrian Music Awards nominiert und haben auf zahlreichen Bühnen innerhalb und außerhalb des Landes gespielt: Als Support-Band von Bilderbuch, AnnenMayKantereit, Courtney Barnett, Franz Ferdinand und am legendären "Ibiza-Wochenende" auf dem "Vengabus". Drei Frauen, die gemeinsam Musik machen und den Spirit großer Heldinnen wie etwa den Shangri-la's weitertragen, die sich aber gegen reduzierende Begriffe wie "Frauenband" lautstark wehren: Sollte es nicht längst selbstverständlich sein, Musik und Menschen gleichberechtigt, ohne den mühsamen Verweis aufs Geschlecht zu hören und wahrzunehmen? DIVES sind Teil der jungen Generation an Musiker/innen aus Österreich, die markante Statements setzen und es mit Leichtigkeit schaffen, internationalen Popmusiker/innen das Wasser zu reichen. Gestaltung: Alexandra Augustin

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Stephanie Maderthaner Camille Saint-Saëns: Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 in d-Moll op. 75 (Maria Milstein/Violine, Nathalia Milstein/Klavier) In den letzten anderthalb Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts verhärteten sich die Fronten zwischen Wagneranhängern und -gegnern. Wer sich weder für noch explizit gegen seine Musik aussprechen konnte, war Camille Saint-Saëns; er erregte genau damit Unmut. 1885 schrieb er: "Ich bewundere zutiefst die Werke Richard Wagners, ungeachtet ihrer bizarren Seiten (...), sie sind überwältigend und voller Kraft, das genügt mir. Aber ich war nie ein gläubiger Wagnerianer. Bin es nicht und werde es niemals sein." Im gleichen Jahr komponierte der damals 50-jährige Saint-Saëns seine erste Violinsonate in d-Moll op. 75. Ein Werk, das genau in diese vergängliche, nicht greifbare Stimmung des späten 19. Jahrhunderts passt. Besonders in der klanglich so durchlässigen Interpretation der Schwestern Maria und Nathalia Milstein.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Nebelmaschine" von Elena Messner. Es liest Petra Staduan. Die Krise einer Großbank, sämtliche Landesmittel aufgebraucht, der Traum vom Wachstum ausgeträumt und der Kulturbetrieb am Ende. Arbeitslos gewordene Künstlerinnen und Künstler schließen sich zum "Theater auf Lager" zusammen. Ohne Geld wird ein Theaterstück geplant, das mit dem Finanzwesen und den Banken hart ins Gericht geht. Mit dabei die Bühnentechnikerin Veronika, die die neue Szene im Auge behalten soll. Dieser Roman ist vielmehr als nur die Aufarbeitung eines Wirtschaftskriminalfalls er ist vor allem auch eines, eine glühende Hommage an die Durchsetzungskraft politischer Kunst und von investigativem Theater. Elena Messer 1983 in Klagenfurt geboren. In Ljubljana und Salzburg aufgewachsen. Studium der Komparatistik und Kulturwissenschaften in Wien und Aix-en-Provence. Lehrende und Kulturwissenschaftlerin. Sie schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Gestaltung: Michaela Monschein

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Michaela Schierhuber. Hochkarätige Besetzung für das Geburtstagskind Dem musikalischen Jahresregenten des Jahres 2020, Ludwig van Beethoven, wird von Emmanuel Pahud und Daniel Barenboim mit Kammermusik des Jubliars gratuliert. Der Gabentisch ist mit frühen Werken Beethovens gedeckt, die Flöte steht im Zentrum dieses Ohrenschmauses. Zur Feier sind hochkarätige Gäste geladen, Daishin Kashimoto und Amihai Grosz kommen, wie Emmanuel Pahud, von den Berliner Philharmonikern, Sophie Dervaux und Silvia Careddu sind den Wiener Philharmonikern künstlerisch verbunden. Gemeinsam erkunden die Musikerinnen und Musiker klassische Grundlagen aus der Bonner und frühen Wiener Zeit.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Danish National Symphony Orchestra, Dirigent: Ryan Wigglesworth; Felicia Moore, Sopran. Felix Mendelssohn Bartholdy: Die schöne Melusine, Ouvertüre op. 32 * Robert Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97, "Rheinische" * Richard Wagner: Götterdämmerung, Eine Symphonische Reise (arrangiert von Ryan Wigglesworth) (aufgenommen am 29. Oktober 2020 im Konzertsaal des Dänischen Rundfunks, Kopenhagen). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Meldepflicht bei Symptomen. Dienstverhältnisse zwischen Krankenstand und Quarantäne. Schnupfen, Halsweh, Fieber - klassische Symptome einer Erkältung. Unter normalen Umständen würde man sich "krank" melden, zuhause bleiben und sich auskurieren. Aber nicht in Corona-Zeiten. Sofort wird getestet. Egal ob man Corona-positiv, oder nur ein Verdachtsfall ist. Behörden und ArbeitgeberInnen müssen umgehend informiert werden. Wo, wann und wie lange? Alles wird offengelegt. Was darf der Arbeitgeber wissen und was muss ich sagen? Die Grenze zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt. Gestaltung: Kathrin Wimmer Moment-Echo: Kathrin Wimmer Wort der Woche: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Anders sein. Wie sprech' ich das an? Rudi trifft den Sozialpädagogen und Denker Persy Lowis Bulayumi. Der Radiohund will seinen Rat, denn er weiß nicht wie er ein Thema ansprechen soll, das ihn schon lange beschäftigt. Rudi: "Persy, ähm, wie sag ich das jetzt?" Persy Lowis Bulayumi: "Darf ich dir helfen, Rudi? Also ich bin schwarz. Ich bin ein schwarzer Österreicher. Wovor hast du Angst, Rudi? Dass du Leute beleidigst, oder dass du etwas Schlechtes sagst?" Rudi: "Ja, genau. Ich möchte dich auf gar keinen Fall beleidigen. Und manchmal weiß ich einfach nicht, wie ich etwas sagen soll." Persy: "Aber es ist doch wichtig, Unterschiede anzusprechen. Natürlich möchte ich nicht die ganze Zeit über meine Hautfarbe sprechen. Ich möchte auch nicht die ganze Zeit darüber ausgefragt werden, wo ich denn jetzt eigentlich her bin. Nicht weil ich nicht gerne darüber rede. Ich bin stolz auf das Land, in dem ich geboren bin. Aber wenn sich zwei Menschen kennen lernen, dann sprechen sie in den ersten fünf Minuten meistens nicht über das Geburtsland. Und ich möchte so wie jede andere Person die Chance haben, mit jemand anderem ein ganz normales Gespräch zu führen." Gestaltung: Franziska Schwarz

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Französischer geht's nicht. Richard Galliano und sein neues Album "Valse(s)" Es war Astor Piazzolla der dem französischen Akkordeonisten Richard Galliano ins Gewissen redete, sich doch intensiv mit der Musik auseinanderzusetzen, mit der er aufgewachsen war. In der Folge entwickelte Galliano dann die sogenannte "New Musette". Nun hat der Grandseigneur des Akkordeons ein Album veröffentlicht, das französischer nicht sein könnte und das - wie er selbst einmal nannte - "die Poesie des alten Paris" evoziert. Auch den Ernst und die Disziplin, die Piazzolla auszeichneten und die Galliano sonst nur von klassischen Musikern/innen kannte, hat er von ihm übernommen. Wenn er Chopin transkribiert, klingt's als wären die Walzer - unglaublich, aber wahr - original fürs Akkordeon komponiert. Dieses Album ist zwar kein Ersatz für Live-Konzerte - wie wir vor einer Woche erfahren haben, musste auch das Internationale Akkordeonfestival in Wien zum zweiten Mal abgesagt werden - aber poetischer und herzerwärmender kann Trost nicht klingen.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Politische Gewalt und Kommunikation von der Französischen Revolution bis heute mit: Dieter Reinisch, Historiker, National University of Ireland, Galway, und Webster Vienna Private University Gestaltung: Isabelle Engels Anschläge Rechtsextremer in Deutschland, islamistischer Attentäter in Europa, weißer Rassisten in den USA und islamistischer Gruppen wie Islamischer Staat und Al-Kaida im Nahen Osten und Afrika - Terrorismus hat viele Gesichter. Er wird von unterschiedlichen Akteuren ausgeübt und tritt in Formen und Kontexten auf. Obwohl zumeist mit staatsfeindlichen Gruppen in Verbindung gebracht, geht Terror in der modernen Geschichte zumeist von Staaten aus. Der Terror der Französischen Revolution ist die früheste und bekannteste Form des "Staatsterrorismus". Seit den 1870er-Jahren ist Terrorismus in mehreren Wellen aufgetreten. Die anarchistische Welle des 19. Jahrhunderts, war genauso wie die anti-kolonialen und linken Wellen des 20. Jahrhunderts nicht-staatlich geprägt. Seit den 1980er-Jahren tritt Terror überwiegend in Zusammenhang mit religiösen Zielen auf, so bei den Anschlägen evangelikaler Fundamentalisten in den USA oder den buddhistischen Radikalen in Südostasien. In den letzten Jahren entstand im Nahen Osten und Nordafrika eine neue Form des Terrorismus, indem versucht wurde, halbstaatliche Einheiten durch islamistische Gruppen wie IS und al-Shabaab in Somalia zu etablieren. Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begann sich die wissenschaftliche Erforschung des Terrorismus zu etablieren. Terrorismus ist heterogene Gewalt - ausgeführt oder angedroht - um politische Ziele durchzusetzen. Er ist eine Form der politischen Kommunikation, denn Terroranschläge richten sich an ein breites Publikum in der Hoffnung, politische Ziele zu transportieren. Als eine Unterkategorie der Kriegsführung versucht er mittels breiterer gewaltsamer und nicht-gewaltsamer Kampagnen an politischem Einfluss für seine Akteure zu gewinnen und bestehende Machtbeziehungen zu verändern. Ein Blick auf die Entstehung und Entwicklung des Terrorismus seit dem Ende des 18. Jahrhunderts lässt seine Gefahren für die heutige Gesellschaft besser einschätzen.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.30 Uhr
Klartext

mit Klaus Webhofer

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Das Unicorn Ensemble, Dorothee Oberlinger und das Ensemble 1700. Musik von Alfonso el Sabio, Neidhart von Reuenthal, Walther von der Vogelweide, Oswald von Wolkenstein, Nicolas Chédeville, Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen musste das Konzert vom 23. Jänner 2021 beim Festival "Resonanzen", das ursprünglich als Thema des heutigen "Alte Musik - neu interpretiert" geplant war, wie so viele Konzerte in der jetzigen Zeit abgesagt werden. In der heutigen Sendung bringen wir stattdessen Rückblicke auf frühere Resonanzen-Auftritte einiger der MusikerInnen, die für den Konzertabend am 23. Jänner vorgesehen waren. Das Unicorn Ensemble unter der Leitung von Michael Posch hören wir in Aufnahmen aus verschiedenen Jahren mit italienischer, spanischer und deutscher Musik des Mittelalters, die Blockflötenvirtuosin Dorothee Oberlinger wird in Aufnahmen aus den Jahren 2009, 2015 und 2018 mit drei verschiedenen Ensembles - darunter das Ensemble 1700 - ebenfalls zu hören sein.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Gestaltung: Karin Mackoswki Vertrauen Sie der Wissenschaft? Die einen sind nahezu wissenschaftsgläubig, die anderen gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen misstrauisch, das zeigt sich vor allem in Zeiten von Krisen wie der Corona-Pandemie. Laien können oft seriöse wissenschaftliche Informationen von unseriösen nicht unterscheiden. Es gibt schlechte Studien, Irrtümer und Betrug, auch innerhalb der Wissenschaft. Sogar Fakten lassen sich unterschiedlich deuten. Doch die Wissenschaft ist gut darin, sich selbst zu kontrollieren: Experimente werden wiederholt, Aussagen hinterfragt, Ergebnisse immer wieder neu überprüft. Handelt es sich um ein einzelnes Ergebnis oder fügt es sich logisch in ein Gesamtbild ein? Gibt es noch weitere Belege dafür? Dreht es sich um die Meinung einer einzelnen Person oder um gibt es einen Konsens der wissenschaftlichen Community? Sehr wichtige Fragen, die die Spaltung zwischen Gläubigkeit und Misstrauen aufheben können. Der Physiker und Wissenschaftsjournalist Florian Aigner hält darum ein Plädoyer für die Wissenschaft. Er sagt, "Wissenschaft ist das Gegenteil von blindem Vertrauen. Wenn man darüber spricht, was Wissenschaft ist, muss man darüber reden, was keine Wissenschaft ist". Es geht um die Grenze zwischen wissenschaftlichen Fakten und dem, was frei erfunden ist und den Medien manipulativ zugespielt wird. Andererseits erhebt die Wissenschaft gar nicht erst den Anspruch, die letztgültige Erklärung für alles zu haben, sondern bleibt beweglich und ist dynamisch wie das Denken und Fühlen selbst. Ein "Salzburger Nachtstudio" von Katrin Mackowski

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Schutzschild und Abwehr. Das menschliche Immunsystem (3). Gestaltung: Sabine Nikolay Lust auf Literatur. Die Radiokolleg Bücher-Box zum Thema "Lesen" (3). Gestaltung; Julia Reuter The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (3). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten